Kostenloser Zinsrechner für einfache Zinsen. Berechnen Sie Zinsen und Gesamtbetrag aus Kapital, Zinssatz und Laufzeit — ganz ohne Zinseszinseffekt.
Ein Rechner für einfache Zinsen ermittelt die anfallenden oder geschuldeten Zinsen nach der Formel Zinsen = Kapital × Zinssatz × Zeit, wobei sich die Zinsen ausschließlich auf das ursprüngliche Kapital beziehen und nie auf bereits angefallene Zinsen aufgeschlagen werden.
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Zinsrechner (einfache Zinsen)
Einfache Zinsen sind die unkomplizierteste Methode, Zinsen zu berechnen: Kapital multipliziert mit Zinssatz multipliziert mit Laufzeit ergibt die anfallenden oder geschuldeten Zinsen. Anders als beim Zinseszins wird hier nie auf Basis eines wachsenden Saldos neu gerechnet — es handelt sich um eine flache, lineare Berechnung über die gesamte Laufzeit.
Dieser Rechner wendet die Formel direkt an und zeigt sowohl den Zinsbetrag als auch den Gesamtsaldo (Kapital plus Zinsen) am Ende der von Ihnen gewählten Laufzeit.
Lineares vs. exponentielles Wachstum
Da sich einfache Zinsen stets auf dasselbe ursprüngliche Kapital beziehen, ist der jährlich anfallende Zinsbetrag immer identisch — 1.000 € bei 5 % einfachen Zinsen bringen jedes Jahr exakt 50 €, egal ob im ersten oder im zwanzigsten Jahr. Über die Zeit aufgetragen ergibt das eine gerade Linie.
Beim Zinseszins hingegen werden die Zinsen jede Periode auf einen wachsenden Saldo berechnet, wodurch eine sich mit der Zeit beschleunigende Kurve entsteht. Über kurze Zeiträume ist der Unterschied zwischen einfachen Zinsen und Zinseszins gering, über viele Jahre hinweg wird er jedoch erheblich.
Anwendungen aus der Praxis
Einfache Zinsen sind bei eher kurzfristigen Finanzierungen verbreitet — bestimmte Privatkredite, manche Autokredite und kurzfristige Schuldscheine setzen häufig auf einfache Zinsen, da sie leichter zu berechnen und für den Kreditnehmer über einen begrenzten Zeitraum günstiger sind.
Bei Sparkonten, langfristigen Geldanlagen oder Hypotheken kommen sie seltener zum Einsatz — dort wird typischerweise mit Zinseszins gerechnet, da er genauer widerspiegelt, wie angelegtes Geld wächst, wenn Erträge fortlaufend reinvestiert statt entnommen werden.
Praktische Hinweise
Achten Sie darauf, dass Zinssatz und Laufzeit dieselbe Einheit verwenden — ein Jahreszins sollte mit einer Laufzeit in Jahren (oder Bruchteilen davon, z. B. 0,5 für sechs Monate) kombiniert werden, nicht direkt mit Monaten oder Tagen.
Dieser Rechner geht von einem festen Zinssatz sowie von keinen zusätzlichen Ein- oder Auszahlungen während der Laufzeit aus. Wenn Sie das Ergebnis mit einem realen Finanzprodukt vergleichen, prüfen Sie stets, ob dieses tatsächlich einfache Zinsen oder Zinseszins verwendet, da viele Produkte in der Praxis mit Zinseszins arbeiten, auch wenn sie beiläufig anders beworben werden.
Praktische Anwendungsfälle
Kosten eines kurzfristigen Kredits berechnen
Ermittlung der gesamten geschuldeten Zinsen bei einem Privat- oder Autokredit mit einfachen Zinsen.
Auszahlung einer Anleihe oder eines Festgelds schätzen
Berechnung der Zinserträge einer Geldanlage mit fester Laufzeit, die einfache Zinsen verwendet.
Einfache Zinsen mit Zinseszins vergleichen
Den Unterschied im Ergebnis zwischen zwei Zinsmodellen über denselben Zeitraum sichtbar machen.
Eine Finanzmathematik-Aufgabe lösen
Anwendung der Standardformel für einfache Zinsen bei Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitung.
Schnelle Überschlagsrechnung
Eine rasche, unkomplizierte Zinsschätzung erhalten, ohne den Zinseszinseffekt einzurechnen.
Einfache Zinsen werden nach der Formel Z = K × p × t berechnet, wobei K das Kapital (Anfangsbetrag) ist, p der jährliche Zinssatz als Dezimalzahl und t die Laufzeit in Jahren. Der Gesamtbetrag ergibt sich aus Kapital plus Zinsen: G = K + Z.
Einfache Zinsen werden während der gesamten Laufzeit ausschließlich auf das ursprüngliche Kapital berechnet und wachsen deshalb linear. Beim Zinseszins werden die Zinsen dagegen auf das Kapital zuzüglich der bereits angesammelten Zinsen berechnet, wodurch das Wachstum exponentiell verläuft — bei gleichem Zinssatz und gleicher Laufzeit ergibt der Zinseszins immer einen höheren Gesamtbetrag als einfache Zinsen.
Einfache Zinsen kommen häufig bei kurzfristigen Krediten, bestimmten Autokrediten, manchen Privatkrediten sowie bei einzelnen Anleihen und Festgeldern zum Einsatz. Bei langfristigen Spar- oder Anlageprodukten sind sie eher unüblich, da dort fast durchgehend der Zinseszins verwendet wird — er bildet realistischer ab, wie Kapital wächst, wenn Erträge reinvestiert werden.
Ja — rechnen Sie Monate in Jahre um, indem Sie die Monatsanzahl durch 12 teilen (6 Monate entsprechen zum Beispiel 0,5 Jahren), bevor Sie die Laufzeit eingeben. Denn die Formel für einfache Zinsen setzt voraus, dass Zinssatz und Zeit dieselbe Einheit verwenden — ein Jahreszins gehört zu einer Laufzeit in Jahren.
Einfache Zinsen begünstigen im Vergleich zum Zinseszins in der Regel den Kreditnehmer, da der geschuldete Betrag langsamer wächst — Zinsen werden nie auf sich selbst aufgeschlagen. Für Kreditgeber oder Anleger ist der Zinseszins vorteilhafter, da er zusätzliche Erträge auf bereits verdiente Zinsen erwirtschaftet.